Berichte und Dokumente
In unseren Gesprächen mit dem Präsidenten des BAMF,
Herrn Dr. Albert Schmid und seinen führenden
Mitarbeitern am 7. Juli 2005 und am 28. September 2005
in Nürnberg wurde uns zwar Verständnis gezeigt, aber es
wurden keine durchgreifenden Verbesserungen in Aussicht
gestellt.
Stattdessen wurden wir bezüglich des Kernproblems,
dem Finanzierungskonzept der Integrationskurse, an
den "Gesetzgeber" verwiesen. Und da wir kooperativ
und lernfähig sind, werden wir uns auch an den
"Gesetzgeber" wenden.
Dabei setzen wir auf die Unterstützung von GEW und
ver.di, Politiker verschiedener Parteien und
Ausländerbeiräte. Begleitet werden soll das Treffen in
Berlin von politischen Aktionen dortiger Dozenten und Schülern.
Im Februar 2006 haben wir an den Minister der Innern, Herrn Dr. Wolfgang Schäuble einen Brief geschrieben. Hier als PDF
Und wir haben Antwort bekommen !
Darin heißt es:
"In Ihrem Schreiben verweisen Sie auf die schwierige Lage der Lehrkräfte, die aus ihrer Sicht keine angemessene Honorierung ihrer Lehrtätigkeit in den Integrationskursen erfahren. Die Integrationskursverordnung stellt die Ihnen bekannten Mindestanforderungen an die Lehrkräfte, um qualitativ hochwertige und wirksame Integrationskurse anbieten zu können.
Eine angemessene Vergütung der Lehrkräfte ist aus meiner Sicht daher eine berechtigte Forderung. ...
Auch vor dem Hintergrund der laufenden Evaluation komme ich gerne Ihrer Bitte nach, zur Situation der Lehrkräfte in den Integrationskursen mit Ihnen ein Gespräch zu führen..."
Wir haben das Angebot angenommen und waren in Berlin... Eine (weitere) traurige Erfahrung, wie in diesem Land marktwirtschaftliches Denken pervertiert und so notwendige Integrationsarbeit sabotiert wird. Hier als PDF
Am 1. Januar 2005 trat das neue Zuwanderungsgesetz in Kraft. Für die Grüne Fraktion im Bayerischen Landtag war ein dreiviertel Jahr Erfahrungen mit der Umsetzung dieses Gesetztes Anlass, eine erste Bilanz zu ziehen und veranstaltete dazu am 25.10.2005 ein Fachgespräch im bayerischen Landtag, zu dem zahlreiche ExpertInnen eingeladen waren.
Mit auf Anregung von Aktion Butterbrot hatte das BAMF für den 28.11.05 zu einem bundesweiten Lehrkräftetreffen eingeladen. Ziel war es, einen besseren Überblick über die Lage in den Integrationskursen zu bekommen und den gegenseitigen Informationsausstausch zu fördern.
Nach unserem zunächst ermutigenden Treffen mit dem
Präsidenten des BAMF im Juli hatten wir lange
nichts mehr aus Nürnberg gehört. Wir schrieben
einen Brief. Hier der Wortlaut.
Miriam Herrmann von Aktion Butterbrot nahm auf
Einladung des BAMF an einem Praktikerseminar in
Bamberg teil.
Den Dozenten im Bereich der Integrationskurse ging es noch nie gut. Seit Inkrafttreten der Integrationsverordnung geht es ihnen aber immer schlechter. Das vor 4 Jahren erkämpfte Mindesthonorar von 23 Euro gibt es nicht mehr .
Dies war Auslöser für Aktion Butterbrot Kontakt zu Politikern zu suchen. Anfang dieses Jahres empfing Franz Maget, Landesvorsitzender der bayerischen SPD, eine Gruppe von Aktion Butterbrot und vermittelte einen Termin bei dem Präsidenten des BAMF, Herrn Dr. Albert Schmid.
Anlässlich unseres Gesprächstermins beim BAMF
verfasste Aktion Butterbrot ein Positionspapier,
das wir dem Präsidenten des BAMF überreichten
Am 7./8. Oktober 2005 organisierte die
Landesfachgruppe Erwachsenenbildung der GEW
Bayern in Leoni/Starnberger See eine Tagung zum
Thema "Die Realität des Zuwanderungsgesetzes:
Integrationsmaßnahmen und die Folgen für die
Betroffenen". Der Teilnehmerkreis ? rund 35
Personen ? setzte sich zusammen aus
Honorarkräften sowie Vertreter/inne/n von Trägern
und Migrantenverbänden. Ziel war es, nach einem
knappen Jahr Erfahrung mit den neuen Regelungen
für Integrationskurse Bilanz zu ziehen.